Die Super Toscans sind keine offizielle Weinbezeichnung — sie sind eine Haltung. In den 1970er Jahren begannen einige der mutigsten Winzer der Toskana, das starre Regelwerk der italienischen Weingesetze zu ignorieren: Sie pflanzten Cabernet Sauvignon in der Toskana, verwendeten französische Barriques statt großer Kastanienholzfässer, und schufen Weine, die keinerlei DOC-Klassifizierung entsprachen. Das Ergebnis waren Weine, die die internationale Weinwelt radikal veränderten.
Den Anfang machte Tenuta San Guido mit dem Sassicaia — einem reinsortigem Cabernet-Wein aus dem Bolgheri DOC, der 1972 erstmals in den Handel kam und seitdem als Referenzpunkt für die gesamte Kategorie gilt. Marchesi Antinori folgte 1971 mit dem Tignanello, der erste Wein Italiens, der Sangiovese mit Cabernet Sauvignon coupierte und in Barriques ausgebaut wurde. Seither trägt Tignanello den Beinamen „Vater der Super Toscans".
Im Vinovendi-Sortiment finden Sie die bedeutendsten Vertreter dieser Bewegung: neben Sassicaia und Tignanello auch den Solaia, den großen weißen Bruder aus Bolgheri — den Ornellaia — sowie die Weine von Monteverro aus der südtoskanischen Maremma, Biserno und die Ornellaia-Zweitweine Le Serre Nuove und Le Volte.
Was diese Weine verbindet: Das toskanische Terroir — warme Sommer, kühle Abende, mineralreiche Böden aus Kalk, Ton und Schiefer — verleiht internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah eine typisch toskanische Spannung. Die Säure bleibt lebendig, die Tannine werden fein, das Lagerpotenzial erreicht oft 20 Jahre und mehr.
Super Toscans sind Weine für Sammler, Kenner und alle, die verstehen wollen, wie ein Regelbruch die Weingeschichte neu schreiben kann. Trinkreife und Jahrgangsempfehlungen finden Sie auf jeder Produktseite.


